Am 7. August brach der Norweger Sondre Moen den europäischen Stundenrekord. Er lief in einer Stunde etwas mehr als 21 km und lief auf den 20.000 m mit einer Zeit von 56:53 Minuten ein weiterer nationaler Rekord. Er unterbot dabei den Rekord von Jos Hermens, der seit über 40 Jahren bestand.

Moen lief knapp 53 Runden (21,131 Meter)

Nachdem Moen den Rekord gebrochen hatte, stellte er leider fest, dass die neuen World Athletics-Schuhregeln bereits in Kraft getreten waren, was bedeutete, dass der Schuh, den er trug, nicht legal war und er daher disqualifizierte wurde. Seine beiden Rekorde zählten nicht.

Am 28. Juli kündigte World Athletics sein neues Reglement für Laufschuhe für für die Wettkampfsaison 2020-2021 an. Die neuen Regeln wurden erstmals im Januar bekannt gegeben, um die Weiterentwicklung der Schuhtechnologie in Grenzen zu halten. Zwei Punkte standen ganz oben auf der Liste: Verfügbarkeit und Schuhkonstruktion. Zu den neuesten Änderungen der Regeln gehörte auch eine maximale Höhe für Spikes und die Einrichtung eines „Athletic Shoe Availability Scheme“ für nicht gesponserte Elite-Athleten. Die maximale Höhe der Sohle für Straßenschuhe von 40 mm (was im Januar viel Kontroverse verursachte) blieb gleich.

Was jedoch missverstanden wurde, war, dass diese neuen Regeln sofort in Kraft traten und dass die Regeln für Bahnläufe nicht auf Schuhe mit Spikes beschränkt waren – sie umfassten auch Straßenschuhe, die auf der Bahn getragen wurden.

Moen trug die Nike NEXT%, um den europäischen Rekord aufzustellen. Nach seinem Rennen erkannte er den Fehler und sagte den Reportern: „Ich bereue es wirklich.“ Am Donnerstag veröffentlichte World Athletics die Liste der zugelassenen Schuhe. Der Nike NEXT% ist in keinem Rennen zulässig, weder auf der Bahn noch auf der Strasse.

Am 4. September versucht Mo Farah, den Stundenrekord zu unterbieten.

 

About the Author: Stefan Leitner

Stefan Leitner
Stefan Leitner ist Herausgeber des Magazins Laufnews. Als Inhaber der Sport und Event Agentur Leitner organisiert Stefan Leitner mit seinem Team die ALOHA SPORT Events. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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